SCADA – das moderne Überwachungssystem

Aufgrund des steigenden Anteils an Automatisierung, kommt auch der Überwachung und Steuerung dieser komplexen Systeme eine immer größere Bedeutung zu. Da die automatisierten Systeme natürlich mit möglichst geringem Personaleinsatz betrieben werden sollen, ist es nötig, den Mitarbeitern ein Werkzeug zur Überwachung dieser Prozesse an die Hand zu geben. In diesem Zusammenhang wird gerne der Begriff SCADA genannt, der Computer-Systeme für genau diese Überwachungs- und Steueraufgaben einbindet und so den Mitarbeiter entlastet. Was SCADA bedeutet, wo es eingesetzt wird und wie es funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Steueraufgaben schnell realisieren mit der Generic Control Box

SCADA – Echtzeitdatensammlung per Computersystem

Das Akronym SCADA steht für „Supervisory Control And Data Acquisition“, was übersetzt soviel bedeutet wie „Überwachungssteuerung und Datensammlung“. Dieses Computersystem ist also dafür zuständig, Echtzeitdaten zu erfassen, zu analysieren und zu bewerten. Die Systeme sind somit in der Lage, komplette Anlagen mit mehreren hunderttausend I/O-Ports zu überwachen, die Daten in Echtzeit an eine Überwachungszentrale zu übertragen und die betroffene Station über die Fehlersituation zu informieren. Des Weiteren kann je nach Sensorausstattung sogar eine Bewertung der Fehlersituation stattfinden, die einen Überblick darüber gibt, wie kritisch der Fehler für die Sicherheit und den Betrieb der Anlage ist.

So funktioniert die intelligente Anlagenüberwachung

Um eine Datensammlung bzw. eine Überwachung von Prozessen in Industrieanlagen zu ermöglichen, müssen die Stellorgane wie Ventile, Schalter oder Motoren einerseits überwacht werden und andererseits elektronisch regelbar sein. Dazu kommen verschiedene Sensorsysteme zum Einsatz, die aktuelle Schalterstellungen, Drehzahlen, Drücke oder Geschwindigkeiten detektieren und diese an das SCADA-System übergeben. Um den Prozess gleichzeitig steuern zu können, sind die Ventile, Schalter und Motoren elektronisch steuerbar. So ist das System in der Lage, entweder selbstständig auf kritische Zustände zu reagieren oder eine Fehlermeldung an einen Mitarbeiter auszugeben. Dieser kann dann entweder direkt am PC dem kritischen Zustand entgegenwirken oder aber vor Ort eine manuelle Fehlerbehebung durchführen.

Einsatzgebiete von SCADA-Systemen

Klassisch werden solche Systeme z.B. in Kraftwerken eingesetzt um den Prozess der Energieerzeugung zu überwachen und aufzuzeichnen. Im Fehlerfall wird außerdem eine Meldung an den zuständigen Mitarbeiter abgesetzt. SCADA-Systeme erlangen jedoch immer größere Bedeutung, da die Anzahl an automatisierten Aufgaben immer weiter zunimmt und deshalb eine dauerhafte Überwachung notwendig wird.

Als heutiges Einsatzbeispiel eines SCADA-Systems kann die Automatisierung eines mobilen Baggers genannt werden. In diesem Projekt kommt unsere Generic Control Box zum Einsatz, die auf der einen Seite die Ansteuerung der Leistungsendstufen zur Bewegung der Hydraulikzylinder übernimmt und auf der anderen Seite die Positionsdaten der verschiedenen Gelenke aufzeichnet, analysiert und im Zweifelsfall, z.B. beim Verlassen bestimmter Bereiche, einen Notstopp durchführt.

Fazit

SCADA-Systeme zur Überwachung und Steuerung von Industrieanlagen sind im Zeitalter der Automatisierung nicht mehr wegzudenken. Das liegt vor allem an den immer komplexeren automatisierten Prozessen, die eine dauerhafte Überwachung und Steuerung benötigen. Um für diesen Aufgabenbereich den Personaleinsatz relativ gering zu halten, müssen Überwachungssysteme implementiert werden, die alle benötigten Daten an einem zentralen Ort zusammenführen und anschaulich aufbereiten sowie bei Fehlerfällen selbst regulierend eingreifen können. All diese Vorzüge stehen mit modernen SCADA-Systemen zur Verfügung. Weiterhin ist es durch die kontinuierliche Datenerfassung möglich, Optimierungspotenziale im Prozess aufzudecken und umzusetzen.

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