atlas_opencall

ATLAS-Projekt: Aufruf zur Einreichung innovativer Ideen und Lösungen

Die ständige Weiterentwicklung des landwirtschaftlichen Sektors umfasst auch die Einführung und Anpassung modernster Technologien. Im Rahmen des EU-Programms „Horizont 2020“ sucht das Projekt „Agricultural Interoperability and Analysis System“ (ATLAS) nach Lösungen für Interoperabilität zwischen Landmaschinen, Sensoren und Datenverarbeitungsdiensten, durch die die Produktivität nachhaltig gesteigert werden soll. Ihre innovativen Ideen und Lösungen können Unternehmen bis zum 15. September 2020 einreichen, um EU-Förderung zu erhalten.

Bonn, 11. Mai 2020. Durch die digitale Transformation im Agrarsektor stehen Landwirten neue Geräte, Bauteile und Dienste wie Sensoren, Aktoren, Wetterinformationen, Drohnen und Satellitenbilder zur Verfügung, dank deren Hilfe Ressourcen optimiert, die Produktivität gesteigert und zugleich die Auswirkungen auf die Landwirtschaft reduziert werden können. Um die Digitalisierung der Landwirtschaft voranzutreiben, wird eine gemeinsame, datengesteuerte Integrationsplattform benötigt, die Datensätze zusammenführt und an die Bedürfnisse des Sektors angepasste, neue Dienste hervorbringt.

Zu diesem Zweck wird im Rahmen des Projekts ATLAS auf der Basis einer Microservice-Architektur eine offene, dezentrale und erweiterbare Datenplattform entwickelt. Die Plattform wird Landwirten innovative, datengesteuerte Dienste bieten, die auf nachhaltige Weise für eine Steigerung der Effizienz sorgen. Das von der EU-Initiative „Horizont 2020“geförderte Projekt ATLAS vereint 30 Beteiligte aus der Landwirtschaft und Forschungseinrichtungen aus sieben europäischen Ländern. Mit einem offenen Aufruf an interessierte Unternehmen sucht das Konsortium derzeit nach innovativen Ideen und Lösungen für neue Dienste auf der Grundlage der technischen Infrastruktur der ATLAS-Plattform. Vorschläge können bis 15. September 2020 23:59 Uhr MESZ unter www.atlas-h2020.eu/open-call eingereicht werden.

„Die moderne Landwirtschaft steht vor einer Vielzahl ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen. Das öffentliche Bewusstsein für die Auswirkungen des Agrarsektors auf die Umwelt und die Nachfrage nach nachhaltig produzierten Lebensmitteln nehmen zu. Die neue Generation der Landwirte muss sich diesen Aufgaben stellen, und die digitale Transformation ist die Schlüsseltechnologie, die ihnen dabei helfen wird“, so Dr. Stefan Rilling, Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS).

Innovative Unternehmen erhalten für die Dienste, die sie über die Plattform anbieten, eine Anschubfinanzierung. Die Vorschläge sollten einen klaren Mehrwert für Kunden oder Beteiligte der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette bieten und sich auf die Entwicklung von Diensten konzentrieren, die auf den innerhalb des Projekts realisierten Anwendungsfällen aufbauen und diese erweitern. Teilnehmen können Unternehmen, die in einem EU-Mitgliedstaat oder einem mit H2020 assoziierten Land eingetragen sind. In den Jahren 2020 und 2021 werden durch das ATLAS-Konsortium nach einem offenen Aufruf und zwei
Auswahlrunden fünf bis zehn Unternehmen mit durchschnittlich 52.500 EUR pro Anwendungsfall gefördert. Zudem haben erfolgreiche Teilnehmer die Chance, Teil des Ökosystems von ATLAS zu werden und von dessen umfassendem Netzwerk aus Endnutzern, Dienstleistern, Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern zu profitieren. Die geförderten Unternehmen stellen ihre Lösungen auf einem Demo Day in einem der fünf
Kompetenzzentren des Projekts allen Projektbeteiligten und interessierten externen Teilnehmern vor.

Über ATLAS

ATLAS hat eine Laufzeit von 36 Monaten und umfasst 30 Partner aus sieben europäischen Ländern: Deutschland, Schweiz, Griechenland, Italien, Rumänien, Spanien und Lettland. Das Konsortium verfügt über 13
landwirtschaftliche Testbetriebe unterschiedlicher Größe und mit verschiedenen Erzeugnissen an mehreren geografischen Standorten in Europa. Davon sind fünf reine Versuchsgüter, sechs gewerbliche Betriebe und
zwei Betriebe, an denen sowohl Forschung als auch kommerzielle Landwirtschaft stattfinden. Die Pilotstudien werden an fünf Kompetenzzentren in den Testbetrieben in enger Kooperation mit den Endnutzern
durchgeführt. ATLAS vereint ein hochrangiges Netzwerk aus Akteuren, die schon lange vor der Entstehung des Begriffs „Smart Farming“ in den Bereichen Automation, IoT und Robotik aktiv waren. Die Koordination des Projekts übernimmt das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS).

Diesen Beitrag teilen

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on print
Share on email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.