Zu Besuch auf dem „Appeldag 2015“

Um unser Know-How im Bereich des Anbaus von Baumobst weiter zu vertiefen, besuchten wir am 25. Juni 2015 den „Appeldag 2015“ in Cothen (Niederlande). Bei diesem alle zwei Jahre stattfindenden Event dreht sich alles um den Obstanbau, von der Zucht, über die Ernte, bis hin zum Verkauf. Bei unserem Besuch konnten wir viele neue Kontakte knüpfen und interessante Einblicke in die Welt des Obstanbaus erlangen.

Demonstration eines neuartigen Mulchers auf dem "Appeldag 2015"

Demonstration eines neuartigen Mulchers auf dem „Appeldag 2015“

In diesem Jahr fand der „Appeldag“ auf dem Gelände des Obstzuchtbetriebs „Toon Vernooij Fruiteelt“ statt, der neben diverser Sorten Äpfel auch Birnen, Pflaumen, Kürbisse und Kartoffeln anbaut. Mehr als 2500 Besucher, und damit mehr als doppelt so viele wie beim letzten „Appeldag“ im Jahr 2013, besuchten in der Zeit zwischen 10.30 Uhr und 20.00 Uhr die Stände der mehr als 120 Aussteller. An diesen wurde von der Hagelschutzversicherung, über verschiedene Fruchtsäfte bis hin zu den neusten Gerätschaften zur Unkrautbekämpfung, so ziemlich alles ausgestellt, was im Bereich des Obstanbaus anzusiedeln ist.

Farming 4.0 – smarte Technologien für die Landwirtschaft

Neben dem Infomarkt fanden auch stündlich Demonstrationen der neuesten Maschinen und Führungen durch die riesigen Obstplantagen sowie durch die Räumlichkeiten des Obstzuchtbetriebs „Toon Vernooij Fruiteelt“ statt. Als besonders interessant erwiesen sich vor allem die Maschinendemonstrationen, da man hier einen Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand im Bereich der autonomen Navigation im Obstanbau erhalten konnte.

So zeigte die Firma Frutec eine kompakte Arbeitsbühne zur Baumpflege, die mit Ultraschallsensoren ausgestattet ist und somit in die Lage versetzt wird, während der Reihendurchfahrt die Spur automatisch zu halten. Dadurch kann der Operator des Fahrzeugs bei der Baumpflege mithelfen und ist von der Aufgabe der Spurhaltung befreit. Am Ende der Baumreihe übernimmt der Operator wieder die Steuerung und fädelt das Fahrzeug in die nächste Baumreihe ein.

Einen Schritt weiter geht die Firma Probotiq, die Ihre Navigationslösung hauptsächlich für Traktoren der Firma Fendt anbietet. Dabei handelt es sich um eine Teach & Playback – Lösung. Das bedeutet, dass der Operator sich zuerst selbst in das Fahrzeug setzt und die gewünschte Route abfährt. Dabei werden alle benötigten Parameter wie Position, Gas- und Lenkradstellung sowie die Stellung und der Betriebszustand des Anbaugerätes aufgezeichnet. Anschließend wird das Fahrzeug erneut an den Startpunkt gefahren und ist jetzt in der Lage, das zuvor aufgezeichnete Programm ohne Fahrer immer wieder abzuspielen.

Auch die Robot Makers GmbH arbeitet an verschiedenen Lösungen zur autonomen Navigation in Obstplantagen. Diese Lösungsansätze können von einem einfach Spurhalteassistenten, bis hin zur vollständigen Automatisierung des Zugfahrzeugs inklusive Anbaugeräte reichen. Genauere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie in unserem Anwendungsartikel .

Neben den beiden genannten Navigationslösungen wurden auch diverse Anbaugeräte wie Spritzen zum Aufbringen von Pflanzenschutzmitteln, neue Werkzeuge zur Schädlingsbekämpfung, spezielle Traktoren für den Obstbau, Arbeitsbühnen oder auch Transportbühnen für das Kistenhandling bei der Ernte vorgestellt.

Hat sich der Besuch gelohnt?

Abschließend kann gesagt werden, dass der „Appeldag 2015“ uns einen breiten Überblick über die gesamte Wertschöpfungskette des Obstbaus ermöglichte. Dadurch konnten wir viel lernen und spannende Einblicke in die Arbeitsweisen im Obstanbau erlangen. Dieses gewonnene Know-how wollen wir nun einsetzen, um die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden noch besser verstehen zu können und diese in den Entwicklungsprozess mit einfließen zu lassen.

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